Inflation bedeutet, das etwas mit der Zeit häufiger wird und dadurch seinen Wert verliert, das muss nicht unbedingt Geld sein. Je mehr es von etwas gibt, desto weniger ist es wert - Angebot und Nachfrage, sozusagen. Als 2020 die ganze Welt in den Lockdown ging und niemand mehr mit dem Auto gefahren ist, gingen z.B. die ganzen Spritpreise drastisch runter, weil es viel zu viel Sprit für zu wenig Autos gab. Sozusagen eine "Hyperinflation" von Sprit.
Bei Geld entsteht Inflation durch verschiedene Faktoren. Einerseits wird Geld immer weiter hergestellt und in den Umlauf gebracht, es gibt also immer mehr Geld und das Geld verliert mit der Zeit (gewollt!) seinen Wert. Das ist deshalb wichtig, um in unserem ökonomischen System den Wert der Arbeit beizubehalten. Gäbe es eine Deflation (das Gegenteil von Inflation, also das Geld wird wertvoller) ginge der im Kapitalismus so wichtige Arbeitsdrang vollkommen verloren. Anstelle mir Geld für ein neues Auto zu verdienen, warte ich einfach, bis mein Geld wertvoll genug ist um das Auto zu bezahlen. Deswegen wird auch mit der Zeit alles teurer - um den Anreitz fürs Arbeiten beizubehalten.
In den letzten Jahren konnten wir eine überhöhte Inflation feststellen, die vor allem auf den Angriffskrieg auf die Ukraine zurückzuführen ist. Viele Dienstleistungen und Waren sind z.B. wegen plötzlicher Rohstoffknappheit, bürokratischer Hürden oder politischer Sanktionen teurer geworden. Es wird also mehr Geld benötigt, um zum selben Ziel zu kommen, das ist Punkt Nummer eins. Als nächstes werden dann z.B. in Deutschland vom Sozialstaat Hilfen an die Bürger*innen ausgeschrieben, z.B. durch Steuersenkungen, Fördermittel, Erhöhung von Sozialbeiträgen usw. Es kommt also mehr Geld in den Umlauf, wird in die Wirtschaft eingebracht um ebendiese "anzukurbeln" (s.o, Menge von Geld).
Das wären jetzt so die zwei Hauptgründe, die ich mir vorstellen könnte. Da spielt sicherlich noch eine Menge mehr dazu, aber ich bin nunmal kein Ökonom
