Wer als letztes antwortet kriegt viel mehr als nur 128 Dias

Noch getoppt hat das für mich persönlich allerdings eine ältere Dame, die uns (meiner Freundin und mir) am Tag danach auf dem Weg zu mir nach Hause begegnet ist und uns eigentlich nach einem Bus gefragt hatte. Nachdem wir ihre Frage beantwortet hatten, sagte sie irgendwas von "Jesus liebt Sie. Ich weiß, Sie wollen das nicht hören, aber mir hat er geholfen, als ich auch besessen [sic!] war." Danach hat sie einfach weiter über die schlechte ÖPNV-Anbindung ihres Dorfes (ein Problem, was wir auch haben) geredet und scheinbar erwartet, dass wir jetzt weiter mit ihr reden. Witzigerweise trug sie auch noch einen Schal, der in den Worten "I love Jesus" bedruckt war. Zum Glück kam dann auch ziemlich schnell ihr Bus.

Solche und ähnliche Erlebnisse hab ich auch zuhauf hinter mir. So sehr, das ich darüber meinen Abschlussfilm geschrieben hab.
 
:pillepalle:Und wer hat das ausgenommen/ausnehmen lassen?
An z.B. kontrollierende Entitäten zu glauben (*hust* Gott *hust*), die nicht belegbar existieren, ist schon recht psychotisch. Mit einer Ausnahme: Wenn viele an etwas glauben, neigen mehr Menschen dazu, das auch zu glauben. Das ist so ein Gruppen-Ding.

Da fallen auch Religionen vom Prinzip her drunter.
 
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Man kann Gottes Existenz aber auch nicht widerlegen.
Übrigens, Gott existiert nicht. Kannst du das widerlegen?

Andere Teile des Glaubens der meisten Religionen kann man sehr wohl widerlegen, wie etwa der Großteil, der in der Bibel steht.

An z.B. kontrollierende Entitäten zu glauben (*hust* Gott *hust*), die nicht belegbar existieren, ist schon recht psychotisch. Mit einer Ausnahme: Wenn viele an etwas glauben, neigen mehr Menschen dazu, das auch zu glauben. Das ist so ein Gruppen-Ding.

Da fallen auch Religionen vom Prinzip her drunter.
Allerdings. Jetzt muss man sich nur noch den vorstellen, der auf die Idee gekommen ist.
 
Sind da die Nicht-Gläubigen in der Bringschuld? :hmm:
Nein, eigentlich nicht.
Übrigens, Gott existiert nicht. Kannst du das widerlegen?
Nein, muss man ja nicht.
Andere Teile des Glaubens der meisten Religionen kann man sehr wohl widerlegen, wie etwa der Großteil, der in der Bibel steht.
Also dass ein Großteil der Bibel nicht stimmt, ist denke ich nicht wahr. Es stimmt, dass vieles nur schwer oder gar nicht zu überprüfen ist, aber wirklich widerlegbar ist glaube ich kaum etwas.
Wenn ein Großteil der Bibel widerlegbar sein sollte, dann hätte ich gerne mal ein paar Beispiele.

Wegen dem Mathecamp werde ich jetzt übrigens erstmal nicht so viel schreiben wie sonst.
 
Wissenschaftlich belegt wurde zum Beispiel, dass Tiere und Männer nicht aus einem Stück Acker entstanden sind und Frauen nicht aus einer männlichen Rippe.
Von einem 40 jährigen Marsch mehrerer tausend Menschen durch eine Wüste fehlt ebenfalls jede Spur.

Generell erweist sich allerdings das wissenschaftliche Arbeiten mit der Bibel als herausfordernd, vor allem aufgrund der unzähligen Widersprüche innerhalb der Bibel. Als mythische, metaphorische Erzählungen mag das alles gut funktionieren, aber würde die Bibel genauso behandelt werden wie eine tatsächliche Wissenschaftliche Thesis, wäre sie schon längst gänzlich verworfen und in die Irrelevanz verlegt.

Dazu die Definition einer wissenschaftlichen These von der Uni Hildesheim: "Eine These ist zunächst einmal eine Behauptung oder ein Leitsatz, der wissenschaftlich belegt werden muss. Der Wahrheitsgehalt der These muss durch eine folgende Argumentation und später durch empirisches Material überprüft und untermauert werden. So wird in der wissenschaftlichen Arbeit eine Arbeitsthese bzw. eine Hypothese formuliert, die mit entsprechend belegt werden muss. Wenn es nicht möglich ist, die These zu belegen, wird sie verworfen."

Die Bringschuld der Beweise läge also bei den Verfassern (und evtl. Anhängern) der Bibel, wenn sie tatsächlich ein wissenschaftliches Fundament bilden sollte. Weil es aber daran mangelt, lässt sich die Bibel nicht als wissenschaftliches Werk betrachten - das stellt die empirische Richtigkeit zurecht infrage.

TL;DR: Der Inhalt der Bibel ist wissenschaftlich betrachtet in etwa genauso vertrauenswürdig (in Bezug auf die Natur der Dinge) wie Star Wars oder der Herr der Ringe.
 
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Wissenschaftlich belegt wurde zum Beispiel, dass Tiere und Männer nicht aus einem Stück Acker entstanden sind und Frauen nicht aus einer männlichen Rippe.
Von einem 40 jährigen Marsch mehrerer tausend Menschen durch eine Wüste fehlt ebenfalls jede Spur.

Generell erweist sich allerdings das wissenschaftliche Arbeiten mit der Bibel als herausfordernd, vor allem aufgrund der unzähligen Widersprüche innerhalb der Bibel. Als mythische, metaphorische Erzählungen mag das alles gut funktionieren, aber würde die Bibel genauso behandelt werden wie eine tatsächliche Wissenschaftliche Thesis, wäre sie schon längst gänzlich verworfen und in die Irrelevanz verlegt.
Wo ich dir zustimme ist, dass vor allem am Anfang der Bibel ein paar Dinge stehen, die eher unwahrscheinlich sind, wie z.B. der Mensch aus einem Stück Acker. Das ist denke ich auch eher als Bildnis zu sehen.
Was ich mich aber frage ist, welche Spuren sollte denn das Volk Israel die 40 Jahre in der Wüste hinterlassen haben, die noch mehr als 3000 Jahre später erkennbar sein sollen?
Und als letztes: Was für Widersprüche gibt es denn z.B. in der Bibel?
 
Bin kein qualifizierter Archäologe um darauf eine Antwort zu geben, aber es wurden ja auch schon deutlich ältere Beweise von menschlichen Zivilisationen gefunden.

Beispielsweise ist der Vater von Joseph unklar: Matthäus nennt Jakob, im Lukasevangelium ist aber von einem Elis die Rede.
2. Mose spricht von 10 Plagen der Ägypter, in den Psalmen gibt es aber nur 7.
Der Tod von Judas ist volkommen anders im Matthäusevangelium als in der Apostelgeschichte.
In Johannes 9 ist Jesus noch "zum Gericht in die Welt gekommen", schon in Kapitel 12 dann plötzlich der Rückzieher: "ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette"

Usw... da gibt es hunderte. Vielleicht tausende.
 
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Man kann Gottes Existenz aber auch nicht widerlegen.
N, kann und will man nichr. Aus naturwissenschaftlicher Sicht, haben nur Theorien einen Sinn, die widerlegbare Prognosen liefern.

Andere Teile des Glaubens der meisten Religionen kann man sehr wohl widerlegen, wie etwa der Großteil, der in der Bibel steht.
Eime oder mehrere übernatürliche Entitäten sind wie die String-Theorie, nicht widerlegbar. Der Gott der in der Bibel beschrieben wird schon...

Jetzt muss man sich nur noch den vorstellen, der auf die Idee gekommen ist.
Dachte ich mir auch. :D

Nein, muss man ja nicht.
Das stimmt. Es sei denn man will die Existenz beweisen. Das wäre allerdings ein wenig Sinnlos, da es hier aber um Glauben an Übernatürliches geht, was per Definition nicht beweisbar ist.

Also dass ein Großteil der Bibel nicht stimmt, ist denke ich nicht wahr. Es stimmt, dass vieles nur schwer oder gar nicht zu überprüfen ist, aber wirklich widerlegbar ist glaube ich kaum etwas.
Wenn ein Großteil der Bibel widerlegbar sein sollte, dann hätte ich gerne mal ein paar Beispiele.
Ich denke das willst du, bzw. wollen wir alle nicht wirklich. Wenn du aber wirklich willst, gibt es da viel Information zu, wenn man ein wenig nachliest. Es gibt eine ganze Christliche Bewegung, die versucht diese aufzeigbaren Widersprüche in der Bibel zu erklären... Welche Bibel-Version bevorzugst du eigentlich?

TL;DR: Der Inhalt der Bibel ist wissenschaftlich betrachtet in etwa genauso vertrauenswürdig (in Bezug auf die Natur der Dinge) wie Star Wars oder der Herr der Ringe.
Manche Teile sind in ihrer Eigenschaft als alter Text von wissenschaftlichen Interesse. Wenn @maua1 die Bibel wichtig ist, dann ist das okay. Solange niemand anderes Schaden nimmt, ist mir egal, wer was macht... Wir haben ja alle verschiedene Hobbys. Es stimmt allerdings, dass die Bibel aus naturwissenschaftlicher Sicht wertlos ist.

Was ich mich aber frage ist, welche Spuren sollte denn das Volk Israel die 40 Jahre in der Wüste hinterlassen haben, die noch mehr als 3000 Jahre später erkennbar sein sollen?
Da gibt es eine ganze menge Möglichkeiten. Fängt ja schon damit an, dass Wüste nicht gleich Wüste ist...


Ich denke wir sollten respektieren, dass @maua1 recht stark gläubig ist. Wenn er sich damit auseinander setzen will, warum andere nicht (mehr) gläubig sind und ob seine Religion eine solide Grundlage hat, dann können wir denke ich alle was beisteuern. Andernfalls ist das hier eine Diskussion die kein Ziel hat. Anders herum natürlich auch, falls mir jemand schlüssig erklären will, warum ich an Gott glauben soll.
 
Ich denke wir sollten respektieren, dass @maua1 recht stark gläubig ist. Wenn er sich damit auseinander setzen will, warum andere nicht (mehr) gläubig sind und ob seine Religion eine solide Grundlage hat, dann können wir denke ich alle was beisteuern. Andernfalls ist das hier eine Diskussion die kein Ziel hat. Anders herum natürlich auch, falls mir jemand schlüssig erklären will, warum ich an Gott glauben soll.

Ich respektiere das wirklich sehr, so zu seinen Werten und seiner Religion stehen zu können, wie @maua1 das tut. Bei mir war das mal ähnlich, und machmal wünschte ich das wäre immer noch so. Ich hab mich dann irgendwann von der Religion abgewendet weil sie immer öfter (auch in meiner Familie) gegen mich verwendet wurde. Vielleicht steigere ich mich deswegen manchmal etwas in das Thema rein :S
 
Ich respektiere das wirklich sehr, so zu seinen Werten und seiner Religion stehen zu können, wie @maua1 das tut. Bei mir war das mal ähnlich, und machmal wünschte ich das wäre immer noch so. Ich hab mich dann irgendwann von der Religion abgewendet weil sie immer öfter (auch in meiner Familie) gegen mich verwendet wurde. Vielleicht steigere ich mich deswegen manchmal etwas in das Thema rein :S
Das ist leider eine Geschichte die man nicht selten hört. D:
Ich wollte nur verhindern, dass wir hier eine richtige Pro-Contra Diskussion starten, weil ich (wie du/ihr vielleicht auch) aus eigener Erfahrung weiß, dass das beim Thema Religion leicht passiert und nicht angenehm ist. :|
 
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