Wer als letztes antwortet kriegt viel mehr als nur 128 Dias

Woran das vermutlich liegt:
Ich habe praktisch keine Empathie gegenüber anderen Leuten, egal ob Familie, Freunde oder andere. Deswegen hab ich die moralischen Dilemma aus dem Unterricht immer nur auf Basis der Kriterien im Buch bewertet. Zudem bin ich der egoistischste Mensch, den ich kenne, weswegen ich bei Szenarien, in denen man irgenwie andere mit einbeziehen sollte bei irgendwas, nie verstanden habe, warum man sich um die Standpunkte anderer Leute kümmern sollte.

Hatet mich oder so :pardon:
Ich finde es sehr schade, wie der Unterricht bei euch aufgebaut war. Durch viele Lehrerwechsel habe ich unterschiedliche Perspektiven auch auf den Ethikunterricht kennengelernt und dadurch wurde es zu dem für mich wichtigsten Fach.

Ich finde deine Aussagen sehr interessant, weil es so klingt, als würde ethisches Denken Empathie vorraussetzen. Dort bin ich mir gar nicht so sicher, aber um das zu beantworten müssen wir erstmal klären, was Ethik ist.
Kurzgefasst geht es in der Ethik um das Hinterfragen der gesellschaftlich verbreiteten Nomen und Werte und durch Tradition verbreitete Moral.
Oder auch einfach gesagt "Wie soll ich leben? Was ist gut? Wie gelingt mir ein gelungenes Leben?".
Wenn man also nur die Definition von Ethik betrachtet, grenzt diese gar nicht ein, was ethisch gut sein soll für wen.
Heißt man kann ethische Urteile auch nach reinem Egoismus bewerten und sich überlegen, welche Normen und Werte für einen persönlich Vorteile bringen.
Generell sind Normen ja nur Sätze, die zu einem bestimmten Wert führen. So könnte theoretisch der Wert "Eigenschutz" mit der Norm "Ich bleibe distanziert vor meinen Mitmenschen, damit ich so nicht verletzt werden kann" effektiv sein und so z.B. nach Jeremy Bentham (Jurist, Philosoph und Sozialreformer) bezüglich seiner Nützlichkeit ethisch korrekt sein.

Bei mir sieht das mit der Empathie genau anderst herum als bei dir aus. Ich denke an erster Stelle an meine Mitmenschen und Stelle das Wohl der Allgemeinheit über mein eigenes. Deswegen sehe ich mich aber nicht als "besser" an, die Denkweise schadet mir eher öfters.
 
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Bei mir sieht das mit der Empathie genau anderst herum als bei dir aus. Ich denke an erster Stelle an meine Mitmenschen und Stelle das Wohl der Allgemeinheit über mein eigenes. Deswegen sehe ich mich aber nicht als "besser" an, die Denkweise schadet mir eher öfters.
dito.

Ich finde deine Aussagen sehr interessant, weil es so klingt, als würde ethisches Denken Empathie vorraussetzen.
ich glaube, für sie dürfte ethik in der oberstufe so wirklich intéressant werden, weil es ab da mehr und mehr um philosophische formeln geht, mit der moral weniger ein bauchgefühl, sondern ein mit unterschiedlichen ansätzen und ergebnissen (eindeutigkeit exisitert in geisteswissenschaften nunmal nicht) logisch begründbares entscheidungsinstrument wird, für das weniger réales hineinversetzen in die situation notwendig ist, als mehr argumentationsfähigkeit, analyse und abwägen von werten. kantianische pflichtethik etwa hat nicht viel mit bauchgefühl zu thun und auch nicht zwangsläufig mit empathie, sondern eher mit dem zusammenbringen und abwägen von vollkommenen und unvollkommenen pflichten, und eben mit textverständniß und logik.
 
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War das schon immer so bei dir oder hat sich da über die Jahre etwas verändert?
Soweit ich mich erinnern kann, war es schon immer so. Mir ist allerdings erst vor ein paar Jahren aufgefallen, dass das nicht normal ist.
Hast du Geschwister? Wäre es dir bei ihnen auch egal, wenn ihnen etwas zustöße (oder deinen Eltern?)?
Zweimal ja.
der hauptgrund, den ich da sehe, ist aber ehrlichkeit, da ich annehme, daß du, weil du entsprechend keinen grund dazu hast, andere nicht aus höflichkeit oder sorge anlügst, was eine eigenschaft ist, für die ich mein:e partner:in und meinen vater bewundere und mich für das fehlen dieser eigenschaft verachte; und daß du das auch auf deine thaten erstreckst, also tust, was dir zum vortheil gereicht oder (im idéalfall) utilitaristisch betrachtet zur allgemeinen verbessung ohne rücksicht auf die irrationnalité anderer beiträgt.
Ich kann darin, ähnlich wie @Sparktr schreibt, auch Vorteile erkennen, stelle mir den täglichen, zwischenmenschlichen Kontakt allerdings als sehr schwierig vor.
Ich dachte mir immer, dass auch andere Menschen nur wegen sozialen Normen oder ähnlichem Empathie vortäuschen würden. Deswegen bin ich halbwegs gut darin geworden, "so zu tun als ob" wenn ich will/soll. Daher schränkt mich das jetzt nicht wirklich im Alltag ein.
Bist du dann manchmal von "Gefühlskram" genervt?
Was genau meinst du damit?
andererseits fehlen dir so anscheinend enge emotionale bindungen zu anderen menschen, da du diese wohl nicht aufbauen kannst.
Ja.
auch das muß nicht zwingend schlecht sein, wenn du das nicht brauchst, was mich aber wundern würde, wessen logische conséquence nun wieder etwas besorgt.
Ich brauche irgendwie schon Bindungen zu anderen Menschen, da ich es mag, anderen Dinge zu erzählen oder ihnen zuzuhören.
Ich finde deine Aussagen sehr interessant, weil es so klingt, als würde ethisches Denken Empathie vorraussetzen.
Das finde ich nicht. Moralische Dilemma und ähnliches sind eigentlich nur ein kleiner Teil von Ethik, der bei uns aus irgendeinem Grund sehr aufgebläht wurde. Wenn wir etwas anderes als Thema haben, ist Ethik bei meinen Lieblingsfächern, da wir einen sehr guten Lehrer haben und der Unterricht ziemlich interessant ist (Siehe hier)
ich glaube, für sie dürfte ethik in der oberstufe so wirklich intéressant werden, weil es ab da mehr und mehr um philosophische formeln geht, mit der moral weniger ein bauchgefühl, sondern ein mit unterschiedlichen ansätzen und ergebnissen (eindeutigkeit exisitert in geisteswissenschaften nunmal nicht) logisch begründbares entscheidungsinstrument wird, für das weniger réales hineinversetzen in die situation notwendig ist, als mehr argumentationsfähigkeit, analyse und abwägen von werten. kantianische pflichtethik etwa hat nicht viel mit bauchgefühl zu thun und auch nicht zwangsläufig mit empathie, sondern eher mit dem zusammenbringen und abwägen von vollkommenen und unvollkommenen pflichten, und eben mit textverständniß und logik.
Stimmt.

Uff, das ist lang geworden...
 
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Ich habe angefangen einen Berg zu formen, fürs Bauevent. Habe aber leider ab Montag Klausurenphase, also denke nicht, dass ich fertig werde... Abitur geht vor.
 
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Bist du dann manchmal von "Gefühlskram" genervt?
"Was genau meinst du damit?"

Ich meine damit, wenn Menschen in deiner Nähe zu Gefühlsduseleien neigen, z.B., weil sie gerade verliebt sind oder die "Klassiker" zu Weihnachten (v.a. bei Älteren) oder Hochzeiten etc.

Ich kann mich noch erinnern, dass ich zumindest manchmal etwas genervt war, wenn meine Freunde nur noch Augen und Aufmerksamkeit für ihren Schwarm hatten und "normale" Gespräche zeitweise eben nicht mehr möglich waren. Da wurde geknutscht, Verabredungen abgesagt usw., weil plötzlich die Prioritäten anders gesetzt wurden als vorher. Alles verständlich, wenn man verknallt ist und hofft, es wird "die große Liebe".
Kennst du solche Situationen und wie gehst du damit um?
 
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Ich meine damit, wenn Menschen in deiner Nähe zu Gefühlsduseleien neigen, z.B., weil sie gerade verliebt sind oder die "Klassiker" zu Weihnachten (v.a. bei Älteren) oder Hochzeiten etc.
Kommt aus meiner Perspektive ziemlich selten vor(vermutlich bemerke ich es oft nicht) und stört mich nicht wirklich.
 
Wart ihr schonmal auf einem Konzert? Wenn ja, auf welchem?
Ja, ich war schon auf sehr vielen Konzerten.
Das erste war ein kostenloses Konzert der Kelly Family in meiner Heimatstadt :D
Danach kam ein klassisches Konzert der Tetraphonics.
Und dann ging es richtig los:
  • U2
  • Chris de Burgh (gab es geschenkt, sonst wäre ich im Leben nicht hingegangen :D)
  • Kruder & Dorfmeister
  • Beasty Boys und Cypress Hill
  • Manu Chao
  • Ska-P, Blag Flag, Dritte Wahl, Kassierer, Sondaschule, Mad Sin (alle zusammen auf einem Festival)
  • Skunk Anansie
  • Die Ärzte
  • Sepultura
  • AC/DC
Auf dem "This is Ska" gab es Berühmtheiten wie Doreen Shaffer der Skatalites zu hören und ich i-wie habe den Eindruck, dass ich das ein oder andere Konzert gerade vergessen habe... :)
 
Ein paar alte Schulfreunde, in deren Metalband ich für kurze Zeit mitgemacht habe, machen jedes Jahr mit anderen Punk- und Metalbands zusammen ein kleines Festival. Alles privat organisiert, irgendwo im Wald eine Hütte gemietet, nur ein paar Duzend Leute im Publikum, das ist jedes mal doch echt ganz cool. (Obwohl ich mit Punk und vor allem Metal sonst nie etwas zu tun hab - deswegen war meine Mitgliedschaft in der Band auch von so kurzer Dauer :p )

Alles andere an Konzerten ist mir einfach zu teuer... :/
 
ich hab wahrscheinlich noch mehr concerte besucht, als ich gegeben habe, typischerweise aber eher kleinere, die jährlichen kellerconcerte in meiner kleinstadt zum beispiel. die größten wären wohl concerte im congreßpalais oder im staatstheater in cassel, das ginge dann auch eher in die classische (romantische!) richtung.
auf den concerten, die ursprünglich wohl hauptsächlich gemeint waren, sind mir einfach zu viele menschen.
 
Hiermit erkläre ich mich eigenhändig zum letzten Nutzer, welcher mit dieser Nachricht als letztes auf dieses Forenspiel Antwortet... Und zum Geier erkläre ich mich auch xd *katsching* *-*
 
Hiermit erkläre ich mich eigenhändig zum letzten Nutzer, welcher mit dieser Nachricht als letztes auf dieses Forenspiel Antwortet... Und zum Geier erkläre ich mich auch xd *katsching* *-*
Nee, nee, nee - da kann ja jede*r kommen! Wie man ja ganz eindeutig sehen kann, war ich definitiv die letzte, die hier geantwortet hat und daher können wir auch jetzt Schluß machen mit dem Post, damit ich endlich als Gewinnerin hervorgehen kann, so, wie es schon die ganze Zeit vorgesehen war! ;) :p:D:thumbsup:
 

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