Ich wollte gerade darauf eingehen, dass wir von unterschiedlichen Verständnissen von Beweisen ausgehen, aber dazu hat spark schon einiges geschrieben. Vielleicht löse ich das ganze einfach mal von dem eher Mathematischen Formalismus. Mach dir aber keine Hoffnung, dass ich mich stark davon entferne.Warum denkst du das? Für mich ist etwas beweisbar, wenn eine größte Menge Menschen einem Sachverhalt zustimmt, davon ABGESEHEN ob dieser deren eigener Meinung entspricht.
Aus meiner Sicht ist etwas bewiesen, wenn ich weiß, dass etwas unwiderlegbar wahr ist. Dieses Verständnis von "Beweis" entspricht jedoch nicht dem allgemeinen Sprachgebrauch. Was du meinst ist eher eine Theorie. Viele Menschen mit einem profunden Verständnis eines Sachverhalts sind der nahezu einstimmigen Meinung, dass dies wahr ist.
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird "Beweis" eher für "wiss. Theorie" verwendet und "Theorie" für "wiss. Hypothese". Ein "Beweis" im wissenschaftlichen Sinn ist ein Konzept, welches im Alltag wenig praktische Anwendung hat. Ich finde es dennoch ein nützliches Konzept. Es zeigt, wie klar und wie schwammig Konzepte, Sprache, und Denken sein können.
Jeder von uns hat beide Seiten, wer anderer Meinung ist, sieht eine und ist blind der anderen Seite gegenüber. Wer mir nicht glaubt, kann gerne das Gegenteil beweisen.
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