Die Chroniken von Rosenfels

Kathinka72

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1 Dez 2015
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Vor langer Zeit lebte, hoch im Norden, ein Lehnsherr in einem Land weit weit weg von aller Zivilisation. Er hatte Großes vor. Er rodete das Land und baute sich ein kleines Schloss hoch oben auf den Felsen. Er ließ ein paar Bauern auf seinem Land wohnen die hohe Pacht Gebühren zahlen mussten. Er selbst lebte in Saus und Braus. War es ihm doch egal was mit seinen Leuten geschah.

Magere Zeiten - Der Tod als ständiger Begleiter

Rosenfels


Es wohnten nur wenige Bauern und Handwerker auf dem Land des Lehnsherrn, das schlecht zu beackern war, da überall riesige Kalkstein- und Felsbrocken im Boden lagen und nur mühevoll konnte dem Boden etwas Stroh, Weizen,Heu und Gemüse, abgerungen werden.

Die wenigen Kühe und Schweine des Viehbauern waren mager, da die Wiesen nicht fett genug waren. Milch gaben die Kühe auch kaum, sodass Käse ein wahres Luxusgut war.

Da die Menschen selbst kaum genug zu essen hatten, gab es nur selten Essensabfälle für die Schweine. Der Lehnsherr hatte alle Bäume fällen lassen und so konnte man die Schweine im Herbst nicht einmal zur Eichelmast in den Wald treiben. Es gab ja keinen. Die Ferkel blieben klein und mickrig.

Auch gab es nur wenige flache, teils sumpfige Gewässer und der einzige Fischer trotzte den Gewässern eine magere Beute ab, die den Speiseplan der Bewohner zumindest etwas bereicherte.

Der Müller betrieb eine kleine Mühle, wo die Menschen ihren Weizen zum Mahlen abgaben. Es dauerte einige Zeit bis so ein Sack Mehl gefüllt war, denn die Ernte war jedes Jahr sehr mager.
Kamen Händler aus benachbarten Ländereien mal des Weges konnte man mit viel Glück zumindest etwas Weizen gegen ein Schwein oder eine Kuh tauschen, sodass man einigermaßen über die Runden kam.

In den langen Wintermonaten knüpfte der Fischer Netze, die er ebenfalls gegen Weizen oder andere Dinge eintauschen konnte, die die Bewohner benötigten.

Die Bauern und der Müller verdingten sich in den Wintermonaten in den Minen des Lehnsherrn um ein paar Taler zu verdienen. Die aber in der Regel wieder für die Pacht drauf gingen. Im Grunde arbeitete man ständig umsonst.

Zahltag - Kummer und Sorgen

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Der Lehnsherr kannte keine Gnade, wenn Zahltag war. Er knöpfte den Bauern jedes Pfund ab, das möglich war. Selten blieb genug übrig um in den strengen Wintermonaten zu überleben. Hunger und Krankheiten raffen jedes Jahr erneut die Alten und Schwachen dahin, die nicht stark genug waren.
Die meisten Familien gaben irgendwann auf und wanderten in benachbarte Ländereien ab. Andere wurden ausgerottet und liegen vergessen in ihren Gräbern.

Das Feuer

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Irgendwann schlug das Schicksal auch beim Lehnsherren erbarmungslos zu. Erst raffte eine unbekannte Krankheit einen großen Teil seiner Familie und Bediensteten hin, dann brannte in nur einer Nacht das Schloss bis auf die Grundmauern nieder. Die Bewohner des Dorfes sahen wohl die Flammen, jedoch eilten sie nicht zu Hilfe und ließen das Schloss einfach brennen. Wofür sein Leben riskieren? Einen Dank gab es ja eh nicht.

So kam es, dass auch der Lehnsherr ein Opfer der Flammen wurde. Nach und nach geriet die Schlossruine in Vergessenheit und in kalten Winternächten erzählten sich die Alten an den Lagerfeuern die Geschichten die sie kannten, sponnen das ein oder andere dazu und mit den Jahren wurde aus der traurigen Geschichte eine Sage.

Man munkelt angeblich soll ein Schatz tief unter den Überresten der Mauern verborgen liegen.
Andere behaupten der Lehnsherr habe sich in die geheimen Gänge unter dem Schloss verstecken können, lebt nun dort in gruseligen Kammern und schleicht sich des Nachts raus um von den Feldern Nahrung zu stehlen.

Eigenartig war nur, dass auf den Felsen südlich der Siedlung Rosenbüsche wuchsen. Karge Felsen auf denen sonst kaum etwas gedeiht. Es gab kein Wasser und kaum Erde. Aber dennoch wuchsen dort Rosenbüsche. Und so kam der Rosenfels zu seinem Namen...



In Vergessenheit geraten

Nach vielen Jahreswechseln gab es niemanden mehr, der den Lehnsherren noch selbst gesehen hatte.

Die Bewohner lebten friedlich und glücklich in ihren kleinen windschiefen Häusern und gingen ungestört ihrem Tagwerk nach. Sie hatten angefangen das Land wieder urbar zu machen. Wälder angepflanzt und auch viele der Felsbrocken aus dem Boden entfernt, Senken damit gefüllt und mehrere Schichten Erde darüber gelegt. Die Landschaft veränderte sich im Laufe der Zeit und irgendwann war nichts mehr übrig außer einem alten Steinhaufen, der mit viel Phantasie einer Schlossruine glich und von Rosenbüschen umgeben war. Sie waren sich einig, dass sie nie wieder einen Lehnsherren wollten, der so grausam war. Daher verhielten sie sich ruhig, brachen alle Wege und Brücken zu ihrem Dorf ab und gerieten in Vergessenheit.

Selbst dem König und seinem Hofstaat waren die Geschichten um das Land und seine Bewohner nur mehr alte Gruselmärchen.

Die Entdeckung

Eines Tages verirrte sich ein Händler mit seinem Gefolge in die Gegend. Er konnte sich nicht erinnern von diesem Dorf jemals gehört zu haben und berichtete dem König von einem Dorf mit Namen Rosenfels.
Nun war es nicht mehr der König von damals, sondern irgendein Nachkomme, der sehr erstaunt über die Kunde war, dass der blinde Fleck auf den Landkarten des Karten Meisters gar nicht so blind und unerforscht war wie er geglaubt hatte.

Er beauftragte eine Gruppe treuer Vasallen damit in das Gebiet zu reisen und es zu erforschen. Gab es vielleicht wichtige Rohstoffe wie Kohle, Eisen, Gold oder gar Diamanten? Konnte man gut mit den Bewohnern von Rosenfels handeln?

Denn inzwischen gab es kein Lehnsrecht mehr. Die Bewohner des Landes waren frei und konnten arbeiten und handeln wie sie wollten. Die Steuern wurden immer so angepasst, dass die Bevölkerung keine Not leiden musste und der König und sein Gefolge lebten selbst nach strengen Regeln der Bescheidenheit. So dass sein Land ein gewisses Maß an Wohlstand vorweisen konnte. Die Bewohner liebten ihren König dafür und es gab nichts vergleichbares auf dem gesamten Kontinent.

Der Auftrag an die Vasallen war klar und deutlich. Seid freundlich zu den Bewohnern, erforscht die Gegend und lasst euch dort nieder, sofern es möglich ist. Stellt den Bewohnern Besitzurkunden auf ihre Ländereien aus, auf dass sie frei seien damit zu tun wie ihnen beliebt.

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Der Wiederaufbau

Anfangs waren die Bewohner von Rosenfels argwöhnisch den Fremden gegenüber und hatten große Angst, wieder einen Lehnsherren vorgesetzt zu bekommen. Die Angst wich jedoch schnell der Freude, als jede Familie ein Papier erhielt auf dem stand, dass die Acker die sie bewirtschafteten und die Grundstücke auf denen ihre Häuser standen nun ihnen gehören sollten. Ein weiteres Papier erklärte, dass sie und ihre Vorfahren freie Bürger des Landes seien und sie auch keine Steuern nach zuzahlen hätten bis zum heutigen Tag.

Es wurde ein Verwalter ernannt, der regelmäßig nach dem Rechten schaute und die restlichen Ländereien des Königs verwaltete. Auch die alte Mine wurde wieder freigelegt. Jedoch war kaum etwas von Wert darin zu finden.

Da nun der Handel blühte und die Bewohner von Rosenfels, der Name blieb und wurde in der Dorfchronik verankert, wieder mit der Welt vereint war, dauerte es nicht lange bis neue Siedler in das Gebiet kamen und sich hier niederließen. Die Chronik wuchs von Jahr zu Jahr und ihr könnt sie hier nun nachlesen, sobald neue Ereignisse zu bekunden sind.
 

Kathinka72

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1 Dez 2015
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Eintrag des Verwalters:


Rosenfels - Custombäume



Dank der Öffnung zu unserem Dorf haben liebe Leute von uns erfahren.

@Hase_222 von Hasenstein, ein begnadeter Baumkünstler und Schildermacher kam aus dem benachbarten Reich und pflanzte einige Fichten am Wegesrand. Sein Gespür für ansprechende Formen begeisterte uns sehr.

Darüber hinaus brachte er kunstvolle Schilder am Weg an, sodass uns Besucher von außerhalb nun besser finden können. Wahrlich eine Freude.

@offrock1 von Athanasia, ein Genie der Gartenkunst brachte uns Obstbäume und versprach die köstlichsten Äpfel, die wir je gegessen hätten. Eine Bereicherung für unseren kargen Speiseplan.
 
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Kathinka72

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1 Dez 2015
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Eintrag des Verwalters



Rosenfels


Heute geschah etwas merkwürdiges. Es erschienen wie durch Zauberhand viele Menschen am Rosenfelsen, in der Nähe der Ruine, nachdem ein geheimnisvoller Mann namens @Sumpfhytte auftauchte. Er kam aus dem Nichts, stellte ein paar Fragen und verschwand wieder ins Nichts.

Später erfuhren wir, dass er wohl ein bekannter Reiseführer sein muss, der die Welt bereist und zur Zeit im Norden weilt. Mit großer Freude nahmen wir dann auch die Kunde auf, dass unser Dörfchen im Reiseführer aufgenommen wurde. Bedeutet es doch, dass wir in Zukunft auf mehr Besucher hoffen dürfen.
 
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Kathinka72

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1 Dez 2015
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Eintrag des Verwalters

Gestern herrschte großer Ingrimm im Dorf. Das Kind des Müllers war verschollen und konnte an keinem Orte aufgefunden werden. Die ganze Ortschaft war an der Suche beteiligt. Selbst als die Dämmerung hereinbrach und die Leut mit Fackeln suchten war kein Sterbenslaut zu vernehmen von dem Kinde.

Die ganze Nacht und auch heut den ganzen Tag suchten die Leut. Überall erschallten die immer verzweifelter werdenden Rufe. Erst in der Abenddämmerung hörte einer der Männer ein leises Wimmern drüben am Berg, wo einst der Hafen war.


Es fand sich ein eingestürztes Loch, in das einige der Männer sich mit Seilen herabließen. Unten fanden sie das Kind durchgefroren und hungrig, aber lebendig und ohne Schaden. Aber nicht nur das.


Nachdem sie das Kind der erleichterten Mutter gebracht hatten, kehrten die Männer zurück und erkundeten den Hohlraum. Es zeigte sich, dass dort eine verborgene Höhle ward, die mit Smaragden bestückt einen kleinen Weiler enthielt.


Ein geheimnisvolles Leuchten drang aus der Tiefe und erhellte den recht großen Felsendom.


Ein Gang führte weg von der Kaverne und die Männer trugen das Geröll zur Seite, das von einem Felssturz herrühren musste. Es zeigte sich, dass der Gang zu einem Felsweg führte, der entlang des kleinen Flüsschens verlief.


Schnell kamen Gerüchte auf, dass dies vom früheren Lehnsherren eine Art Schatzkammer gewesen sein könnte. Die Männer suchen nun einen verborgenen Eingang, der weiter ins Innere führen könnte.

Alle sind gespannt, was es mit der Höhle und eventuellen Schätzen auf sich haben könnte.


100​

An die, die es in ferner Zukunft lesen sollten. Wenn wir nicht fündig werden sollten, dann habt doch bitte die Freude daran zu überlegen was sich hinter den Wänden verbergen könnte und erzählt es denjenigen die dort in eurer Zeit wohnen.
 
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1 Dez 2015
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Eintrag des Verwalters




Burgruine Rosenfels



Viele Monde sind seit meinem letzten Eintrag vergangen, in denen es nichts nennenswertes zu berichten gab.

Der Fischer hat ein neuartiges Brennmaterial entdeckt. Er trocknet Seetang, bündelt es und nutzt es als Brennmaterial im Ofen. Auch wenn es keine nennenswerte Erfahrung bringt, so ist diese Entdeckung doch eine große Hilfe für uns, da Steinkohle rar geworden ist.

Wir haben fahrende Händler gebeten die Kunde zu verbreiten, dass wir dringend einen Köhler suchen, auch wenn unsere Wälder noch recht spärlich wachsen. Neben dem Hausbau ist Holz auch gut für Holzkohle geeignet.

Der Müller und seine Frau haben nun das dritte Kind geboren und es gedeiht prächtig. Es tut gut, auch mal etwas Gutes vermelden zu können.

Die alte Frau aus dem Wald

Im Dorf taucht in letzter Zeit öfter eine alte Frau auf, die uns unbekannt ist. Sie wohnt an der Grenze unseres Flecken, tief im Wald verborgen. Sie hat eigentümliche Kräuter und Wurzeln, denen sie angeblich Heilkräfte zuspricht.

Für ein wenig Getreide und ein Fäßchen Butter heilte sie jedoch das Kind vom Viehbauern von einem lästigen Husten. Es mag Zufall sein, dass sich der Zustand des Kindes nach gabe der Kräuter, ich weigere mich noch es Medizin zu nennen, besserte und das Fieber verschwand. Aber es gab den Dorfbewohnern Hoffnung für den kommenden Winter, vielleicht doch nicht so arg gebeutelt zu werden von Krankheiten und daraus folgenden Todesfällen. Und wir brauchen in Rosenfels dringend Hoffnung.

Kräuterfrau in ihrem Haus

Einige der Frauen suchen die Alte nun öfter auf und bitten um Rat und Hilfe. Einige meinen sie sieht aus wie eine alte Hexe aus den Märchen, die man sich abends am Feuer erzählt um den Kindern etwas zu lehren.

Die Alte muss weit gereist sein, denn ihr eigentümliches Haus erklärt sie mit einer wundersamen Geschichte eines fernen Landes das wohl voll von Bauern sein muss, denn es heißt Farmweltspawn (FW22). Dort entdeckte sie eine Art Haus mit durchsichtigen Wänden, in dem Pflanzen das ganze Jahr über wachsen, unabhängig von Wetter und Jahreszeit.

Das Haus der Kräuterfrau


So baute sie sich auch eines dieser Häuser mit durchsichtigen Wänden, Holz und einem unbekanntem Material für das Dach, das grünlich schimmert. Irgendwie seltsam anzuschauen. Vor dem Haus gibt es eine kleine Höhle mit einer sprudelnden Quelle. Das Wasser schmeckt nach faulen Eiern, aber es soll sehr gesund sein.

Vermutlich sind das alles Hirngespinste einer alten verwirrten Frau. Aber solange sie keinen Schaden anrichtet, darf sie sich in der Heilkunst hier verdingen. Sind wir doch froh über eine Heilkundige, sollte sie sich in der Tat als solche erweisen.

Vielen Dank an @MarkusRost für den Hexenkopf und den Hexenkessel als Dauerleihgabe für Rosenfels


 
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Kathinka72

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1 Dez 2015
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Eintrag des Verwalters Olaf Mayer




Neues Bauernhaus der Familie Baumann


Vor 2 Monden gab es eine Bürgerversammlung in Rosenfels. Diese fand bei Sonnenschein im Freien statt, da es keine geeignete Stätte für Versammlungen gibt.

Auf der Tagesordnung standen unter anderem

  • Neues Bauernhaus mit großer Scheune
  • Versammlungsort für größere Veranstaltungen
  • Antrag auf Zuzug eines Schmieds samt Familie
  • Antrag eines Stellmachers samt Familie auf Zuzug ins Dorf
  • Umzug des Verwalters/Schultheiß
  • Vorbereitungen für die Herbsternte
  • Einführung eines Melderegisters

Unser Dorf wächst langsam aber stetig. Damit wir ausreichend Vorräte für den Winter sammeln und lagern können, benötigen wir ein entsprechend großes Lager oder Vorratshaus. Auch das Vieh muss sicher untergebracht werden, damit es nicht wieder von Unwettern dahin gerafft wird wie im Frühjahr.

Die Dorfgemeinschaft hat nun beschlossen ein großes Bauernhaus mit entsprechender Scheune über befestigten Viehställe zu bauen. Der Keller wird Lagerraum für empfindliche Lebensmittel. Baumann Matthias wird das Haus mit Familie beziehen und die Waren sowie das Vieh verwalten.
Die geplante Scheune wird gleichzeitig Versammlungsort für die Dorfgemeinschaft und auch Gottesdienste können dort abgehalten werden.
Scheune und Versammlungsort

Des Weiteren erreichte uns ein Brief des Schmieds Gottfried Angerer, in dem er um die Erlaubnis bat mit seiner Familie in unser Dorf zu ziehen und seine Schmiede hier aufbauen zu dürfen, sowie Handel mit seinen Waren zu treiben.
Ein Schmied wäre eine Bereicherung für unser Dorf, müssen die Männer doch bislang mühsam Werkzeuge und andere Dinge zeitaufwendig reparieren oder warten bis ein fahrender Händler des Weges kommt für einen Neukauf, wo die Taler doch immer noch sehr knapp bei uns sind. Einstimmiger Beschluss für den Schmied und seine Familie.

Fast gleichzeitig erhielten wir einen weiteren Brief eines Stellmachers mit gleichem Gesuch wie der des Schmieds. Auch hier sehen wir alle einen Vorteil für unser Dorf und haben auch hier einstimmig beschlossen dem Stellmacher Wagner einen Platz für seine Werkstatt und ein Haus zur Verfügung zu stellen. Fässer und Wagen sind immer gut, wenn sie im Dorf hergestellt werden können. Er kann, gemeinsam mit dem Schmied, Werkzeuge herstellen, die wir benötigen und den Überschuss verkaufen.


Haus des Schultheiß Olaf Mayer

Als vierten Punkt stand nun ich, Olaf Mayer, auf der Tagesordnung. Alleinstehend benötige ich nicht viel Platz für mich. Da Familie Baumann demnächst in das fertige Bauernhaus zieht, wird deren beengte Behausung frei. Ein idealer Ort um mich niederzulassen. Ich freue mich, dass die Dorfgemeinschaft mich aufnimmt und mir einen festen Platz zuweist. Fühle ich mich hier doch frei und äußerst wohl.

Für die Herbsternte wurde beschlossen dieses Jahr Helfer von außen einzuladen. Unsere Felder sind zwar immer noch recht trocken, jedoch haben wir einige vergrößert und benötigen fleißige Hände für die Ernte. Mit ausreichendem Vorrat werden wir wohl gut über den Winter kommen. Die Frauen werden Obst trocknen und kühl lagern, Kompott und Marmeladen herstellen.

Zu Martini werden 2 Schweine und 1 Rindvieh geschlachtet. Die Schweineschinken werden in den Kamin gehängt und können dort über Wochen trocknen und nehmen einen köstlichen Räuchergeschmack an. Von anderen Teilen werden verschiedene Würste bereitet und auch in den Rauch gehängt um sie haltbar zu machen. Und auf die Wurstsuppe freuen sich schon alle sehr. Ein paar Seiten Speck, einige Fässer eingelegten Hering und Öle werden in den benachbarten Regionen eingekauft. Das sollte reichen.

Falls nötig kaufen wir noch Weizen dazu. Aber das werden wir dann später sehen.
Eventuell werden wir den Hühnern ein paar Gelege zum brüten lassen und den alten Hennen den Hals umdrehen für stärkende Brühen im kalten Winter.
Die Männer gehen zwischendurch auf die Jagd und versuchen einen Hirsch zu erlegen, Fasane und Kaninchen zu fangen. Das bereichert unseren Speiseplan.

Der Letzte Punkt betrifft die Dorforganisation. Wenn wir wirklich mehr Zuwanderungen haben, dann müssen wir ein Melderegister oder ähnliches einführen. Das wird meine Aufgabe sein, da die wenigsten hier im Dorf des Lesens und Schreibens mächtig sind.

Wenn wir tatsächlich wachsen, werden wir für die Kinder eine Schule einrichten müssen. Anfangs kann ich den Unterricht sicherlich führen. Jedoch wird ein Lehrer oder eine Lehrerin auf Dauer bessere Dienste leisten können. Ich werde das in der nächsten Gemeindeversammlung zur Sprache bringen.

Mal sehen was die Zeit bringt und wie sich die neuen Familien hier einfügen. Die Grundstücke haben wir schon festgelegt, die Bauarbeiten können bald beginnen, denn die Familien sollen noch vor Herbstbeginn hier einziehen.


 
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