Ursprünglich hatte ich für das diesjährige Halloween-Bauevent einen recht einfachen Plan: Eine kleine, verlassene Insel mit einem alten, zerfetzten Schiffswrack, das längst von Ertrunkenen bewohnt wird.
Keine besonders ausgefallene Idee, aber zunächst war ich damit eigentlich ganz zufrieden.
Nachdem ich allerdings von mehreren Seiten darauf angesprochen wurde, dass meine Idee doch recht „unkreativ“ und „langweilig“ sei und man sich von mir wohl etwas mehr erhofft hatte, begann ich selbst daran zu zweifeln.
Also fasste ich nach etwa anderthalb Wochen einen Entschluss:
/plot reset
Alles auf Anfang!
Diesmal wollte ich etwas völlig anderes erschaffen. Ich sammelte Ideen, schrieb meine Gedanken nieder, entwickelte erste Konzepte und ließ mir zur besseren Vorstellung einige Bilder generieren.
Dann ging es endlich ans Bauen!
Die ersten Tage lief alles ziemlich gut. Ich kam ordentlich voran und war mit dem bisherigen Ergebnis wirklich zufrieden.
Doch dann kam der schwierigste Teil: der Körper – oder besser gesagt, sein Inneres.
Plötzlich war sie da, die totale Ideenblockade.
Wie sollte ich das Innere gestalten? Was sollte es dort überhaupt zu entdecken geben? Und wie konnte ich das alles sinnvoll miteinander verbinden?
Auch meine Plotgeschichte war zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich unausgereift und hatte irgendwie kein richtiges Ziel.
Bis mir schließlich eine Idee kam:
Warum nicht die Organe selbst zur Bühne meines Suchevents machen?
Also begann ich, nach passenden Bildern und anatomischen Vorlagen zu suchen, an denen ich mich beim Bauen orientieren konnte. Die Umsetzung war allerdings gar nicht so einfach, besonders die organischen Formen machten mir zu schaffen.
Also griff ich erneut auf Bildgenerierung als Unterstützung zurück.
Und tatsächlich:
Genau das hatte mir gefehlt!
Endlich konnte ich mir vorstellen, wie die einzelnen Organe aussehen und wie ich sie in Minecraft umsetzen könnte.
Nur eine Frage blieb: Wie verbinde ich das alles zu einem stimmigen Ganzen?
Während ich noch an dieser Herausforderung tüftelte, kam es zum nächsten Problem.
Der Super-GAU!
Ein Befehl, zu viele Blöcke und ein Paste-Vorgang, der eigentlich niemals hätte ausgeführt werden dürfen.
Too many blocks.
Eigentlich hätte dieser Befehl aufgrund meiner fehlenden Berechtigungen gar nicht funktionieren dürfen. Doch irgendwie wurde er teilweise ausgeführt – mit entsprechend unschönen Folgen für meinen Plot.
Ein einfaches Undo war nicht möglich.
Am Ende musste ein Rollback her.
Damit war ein weiterer kompletter Bautag verloren. Ein Tag, der mir später noch schmerzlich fehlen sollte.
Doch das Schlimmste stand mir erst noch bevor …
18 Uhr. Der letzte Tag des Bauevents.
Ich war mitten in den letzten Arbeiten, als plötzlich von einer Sekunde auf die andere mein Internet weg war.
(PŸUR, ich liebe dich auch so sehr … )
Wie sich herausstellte, hatte mein Glasfaser-ONT den Geist aufgegeben. Ohne Technikertermin war da nichts mehr zu machen.
Aber aufgeben wollte ich trotzdem nicht!
Mit meiner letzten Hoffnung schnappte ich mir den Laptop, aktivierte die mobilen Daten meines Handys und versuchte, irgendwie weiterzubauen.
Die Verbindung war alles andere als optimal, aber einen Versuch war es wert.
Und was soll ich euch sagen?
Es hat leider nicht gereicht.
Mein Plot ist nicht fertig geworden.
Auch die zusätzliche Bauzeit, die uns das Team freundlicherweise noch eingeräumt hat, konnte daran leider nichts mehr ändern.
An dieser Stelle möchte ich mich aber ausdrücklich beim Team für die Verlängerung bedanken! Ich weiß, dass viele diese zusätzliche Zeit noch gut nutzen konnten und dafür wirklich dankbar waren.
Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich mein Projekt nicht so präsentieren kann, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Trotzdem möchte ich euch meine Idee nicht vorenthalten.
Deshalb werde ich euch in dieser Plotvorstellung vor allem zeigen und erzählen,
was ich eigentlich geplant hatte, wie das Ganze aussehen sollte und welche Teile ich tatsächlich noch umsetzen konnte.
Vielleicht könnt ihr euch dadurch zumindest ein wenig vorstellen, was aus meinem Plot hätte werden können.
Und wer weiß … vielleicht findet die eine oder andere Idee irgendwann doch noch ihren Weg in die Minecraft-Welt.