Hinweis:
Die folgende Geschichte führt dich durch das mehrteilige Tigerrätsel, dass auf den Zonen von @Sonnenfleckchen und @cagevn jederzeit gelöst werden kann. Der erste Akt des Tigerrätsels startete am 01.05.2026, Akt zwei und Akt drei kommen noch. Die hier aufgeführten Gedanken des Ermittlers helfen dir, das Rätsel von Anfang bis Ende durchspielen zu können.
Am 01. Mai 2026 wurden Anschlagspläne eines Kriminellen auf den Forschungscampus der Vonowa Inc. bekannt. Nachdem sich die Geschäftsleitung in dieser dunklen Zeit an Zivilsten wandte und um Mithilfe bat, konnte zumindest ein Teil des Falles aufgeklärt werden. Doch noch ist der Tiger in Freiheit, weshalb sich ein externer Ermittler eingeschaltet hat. Dies ist seine Geschichte.
Tiger Tiger - Akt 1
Batman braucht seinen Joker, Clark Kent braucht seinen Lex Luthor, ich brauche einen herausfordernden Fall. Mein Name ist Ian Graphestrit und ich bin privater Ermittler. Als ich eintraf, war der Campus in keinem besonders guten Zustand: Die Stimmung war angespannt, die Mitarbeiter verschlossen und wenn es Indizien gegeben hatte, waren sie von den täglichen Besuchern zerstört worden. Ich hatte den Eindruck, als hätte die Geschäftsleitung sich nicht besonders dafür eingesetzt, den Fall wirklich aufzuklären. Vielleicht wollte man eine Rufschädigung vermeiden. Oder man hatte kein Interesse daran, dass Jemand generell genauer hinsah. Und so schien ich die erste und einzige Person gewesen zu sein, die hinter den Anschlagsplänen mehr vermutete. Und ich sollte Recht behalten.
Der "Tiger", wie er sich wohl selber nennt, bedrohte die Sicherheit auf dem Gelände durch diverse versteckte Sprengsätze. Mit Ausnahme dieser Dynamithaufen hatte er keine Spuren auf dem Campus selbst hinterlassen. Um die Ermittlungen anzustoßen, hat die Geschäftsführung hier ein paar Worte in Form eines Buches in der Campuskuppel festgehalten, die auch mir beim Einstieg in den Fall halfen. Zeitgleich tauchte ein Schriftwerk des Tigers auf, welches in Reimform die Standorte der Sprengsätze verrät. Dieses Schriftwerk wurde von diversen Zivilsten hier zusammengetragen.
Ich verbrachte Tage und Wochen auf dem Campus, um alle Sprengsätze auszumachen. Einige sind nicht sonderlich gut versteckt und sogar aus der Luft erkennbar. Andere sind in geheimen, schwer zugänglichen Räumen untergebracht. Alle Sprengsätze sind nach wie vor vorhanden und können gefunden werden.
Doch mit dem Auffinden war meine Arbeit nicht getan. Es lies sich nicht von der Hand weisen, dass der Tiger die Platzierung der Sprengsätze genau geplant hatte. Meine Intuition verriet mir, dass diese Person mehr im Sinn hatte, als etwas in die Luft zu jagen. Denn das hätte sich leichter bewerkstelligen lassen. Und so suchte und fand ich die Verbindung zwischen den Standorten der Bomben. Nach einem Perspektivwechsel und durch etwas Kreativität lies sich aus der Platzierung der Sprengsätze ein dreiteiliger Code ableiten.
An dieser Stelle muss ich die Geschäftsführung des Campus loben - auch wenn Ihnen wohl gar nicht klar war, welch wichtigen Hinweis zur Lösung des Rätsels in dem Buch in der Campuskuppel auftauchte. Mit diesem Wissen bewaffnet suchte ich die Villa des Sprachexperten auf, konnte ihn jedoch nicht antreffen. Diese doch etwas zu vertrauensselige Person hatte glücklicherweise die Haustür offen gelassen, sodass ich einen Blick in ihre Aufzeichnung werfen und damit den dreiteiligen Code übersetzen konnte.
Auf den ersten Blick ergaben die Worte keinen Sinn, also suchte ich weiter. Und tatsächlich, wenige Meter im Südosten der Kantine, in der ich mein tägliches Mittagessen zu mir nahm, stieß ich auf ein verlassenes Gebäude. Allem Anschein nach handelte es sich um ein aufgegebenes Bauprojekt, eine erste Version des späteren Bunkers der Vonowa Inc. Die Schließanlage war bereits fertiggestellt worden, bevor der Bau abgebrochen wurde. Und so öffneten die gefundenen Worte die Türen und zeigten mir das ehemalige Refugium des Tigers.
Ein beklemmendes Gefühl erfüllte mich, als mir klar wurde, mit wem wir es hier zu tun hatten. Nicht nur schien er durchaus intelligent zu sein, er verfolgte zudem einen größeren, zu diesem Zeitpunkt noch unbekannten Plan. Seine Spur endete vorerst in diesem verlassenen Bunker. Die Tatsache, dass er diverse Dinge für diejenigen hinterlassen hat, die sein ehemaliges Versteck aufspüren, deutet auf eine gewisse Geltungssucht hin. Und so verabschiede ich mich vorerst aus dem Fall, bis sich weitere Entwicklungen ergeben. Denn dies steht außer Frage, der Tiger kündigt weitere Aktivitäten an:
Feuer, Glut und Asche.
Ian Graphestrit