Hallo Ihr Verrücken,
Ich bin ja seit kurzem wieder da. Nachdem ich im März angefangen hatte wieder in Vollzeit zu arbeiten (Bildschirmarbeitsplatz Buchhaltung) hatte ich abends keine Lust auf PC. Im Mai haben wir uns dann auch noch einen Dauerstellplatz auf einem Campingplatz hier an der Ostsee zugelegt und somit waren auch die Wochenenden verplant.
Allerdings haben wir mit dem Platz voll ins Klo gegriffen und hatten einen Wohnwagen gekauft, dessen Hülle komplett durchfeuchtet war. Man hat es von außen nicht gesehen und innen nicht gerochen. Selbst Leute vom Fach nicht. Es kam auch nur raus, weil das Kind Internet brauchte und wir dafür ein klitzekleines Stück der Innenverkleidung aufschneiden mussten, damit der Stecker der Starlink-Antenne durch das Loch der alten Radioantenne passt. Und dann kam uns schwarzer Modder entgegen
. Eine Sanierung war nicht mehr sinnvoll, weil selbst das tragende Holz morsch und die Außenhülle aus Aluminium auch schon porös war. Haben dann auf dem Campingplatz einen andern Platz mit Wohnwagen übernommen und diesen Klo-Griff schlussendlich bis zum Saisonende leer gemacht. Natürlich haben wir vom Verkäufer gerade mal 10% zurück bekommen. Arschmade
. Nächstes Jahr kümmern wir uns dann richtig um unseren jetzigen Platz. 
So dann hatte ich ja im Dezember 25 eine bariatrische OP. Mein Magen wurde zu einem Schlauchmagen umgewandelt. Das war nötig, damit ich wieder arbeitsfähig werde und es war in der Hinsicht der richtige Weg. Denn meine Beschwerden wurden immer weniger. Als erstes war es die Psyche, dann mein Blutdruck und dann auch schon sehr schnell die Schmerzen im Rücken. Die OP hatte ich hauptsächlich wegen des Rückens gemacht, um eine Wirbelsäulen-OP zu umgehen, was mit meinem Übergewicht ja eh ein Risiko gewesen wäre. Ich hatte einen BMI von 47
. Als ich dann so annähernd 40 Kilo weg hatte, fing mein Rücken wieder an zu zicken und dann bekam ich auch noch Taubheit im rechten und einen Dauerschmerz im linken Bein
. Nun denn, das MRT hat es dann bestätigt, der Wirbel, der schon seit meiner Jugend am gleiten war, hat den neuen Freiraum genutzt um noch weiter zugleiten. Vorher war es das Gewicht, was ihn bewegt hat und dann das fehlende Fett. 
So wurde ich jetzt Mitte September am Rücken operiert, der Wirbel wurde wieder in Position gezogen und mit dem da drunter versteift. OP lief super, ich brauchte recht schnell nach dem KH kein Hydromorphon mehr und ich konnte wieder schmerzfrei laufen.
Letztes Wochenende bekam ich jedoch einen brennenden Schmerz rund um die Wunde. Ich dachte erst, es wäre von zu viel Aktivität, doch aus einer kleinen offenen Stelle an der Narbe (der Rest war wirklich wunderschön verwachsen) suppte eine hellbraune Brühe. Ich also Montag zum Arzt - Vorführeffekt: Wunde war trocken. Neues Pflaster sollte ich bis Mittwoch drauf lassen. Doch mussten wir es bereits Dienstag Abend wechseln, da es komplett durchgesuppt war. Ich habe dann meinem Arzt via WhatsApp die Fotos von Pflaster und der Wunde geschickt. Es dauerte nicht lange und ich bekam die Antwort, dass ich nächsten morgen bei ihm in der Praxis in Lübeck sein solle (diese wird gerade umgebaut, deshalb habe ich seine private Nummer). Keine Stunde später kam eine Sprachnachricht hinterher, dass ich vorsichtshalber eine Tasche fürs Krankenhaus mitbringen soll.
Am Mittwoch hat er dann nur auf das Pflaster geschaut, doch nur ein neues drüber geklebt, damit ich trocken im 40 km entfernten Krankenhaus hier in Neustadt in Holstein ankomme
. Gesagt getan, im KH eingecheckt, Blut gezapft, Panik ausgelöst, weil mein Kreislauf ständig zusammenkrachte und mein Blut extrem hohe Entzündungswerte hatte
. Erst hatten sie noch überlegt, mich noch in der Nacht zu operieren, doch mein Doc kam noch mal aus Lübeck hier hoch, hat sich die MRT Bilder angeschaut und es beim OP-Termin gestern früh um 8 Uhr belassen. Jetzt liege ich hier im KH, meine OP-Wunde ist offen, in ihr steckt ein Schwamm und eine Vakuumpumpe zieht die ganze Zeit anfallende Flüssigkeit raus. Montag wird der Schwamm in einer neuen OP gewechselt und Donnerstag wird in einer letzten OP alles wieder ordentlich vernäht - hoffentlich.
So und zu all diesem Schlamassel liegt meine Mutter seit Mitte August im Hospiz
. Seit Dienstag ist sie sediert, weil sie nicht mehr konnte, aber ihr Körper oder ihr Geist nicht loslassen wollen. Gut dass sie meine Notfalleinweisung ins Krankenhaus nicht mehr mitbekommen hat. Allerdings bin ich mir nicht sicher, denn Mittwoch waren ihre Vitalwerte sehr schlecht, da wo es mir auch so schlecht ging. Und gestern hat sich die Situation wieder entspannt. Wahrscheinlich gibt es ein Band zwischen Mutter und Kind, welches keine Klinge zerschneiden kann. Ich hoffe nur, sie lässt jetzt endlich los und wartet nicht noch, bis ich aus dem KH komme. Klar, würde ich sie gern noch einmal sehen, wenn sie sich auf ihre letzte Reise begibt, aber nun ist das so. 
Meinen Job habe ich wegen der ganzen Umstände am letzten Tag der Probezeit auch verloren, aber dass hat mir in dem ganzen Stress eher eine Last genommen und ich kann mich entspannt auf meine Genesung konzentrieren.
Ich muss gestehen, ich freue mich auf Silvester, dann lasse ich dieses Jahr, was so positiv begann einfach hinter mir und starte 2027 wieder durch. Also wenn ich dann irgendwann nicht mehr im Spiel auftauche, dann habe ich wieder einen Job.
Sorry fürs zutexten, aber vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen.
Liebe Grüße aus dem Krankenhausbett in Neustadt in Holstein.
Lachliesl
Ich bin ja seit kurzem wieder da. Nachdem ich im März angefangen hatte wieder in Vollzeit zu arbeiten (Bildschirmarbeitsplatz Buchhaltung) hatte ich abends keine Lust auf PC. Im Mai haben wir uns dann auch noch einen Dauerstellplatz auf einem Campingplatz hier an der Ostsee zugelegt und somit waren auch die Wochenenden verplant.
Allerdings haben wir mit dem Platz voll ins Klo gegriffen und hatten einen Wohnwagen gekauft, dessen Hülle komplett durchfeuchtet war. Man hat es von außen nicht gesehen und innen nicht gerochen. Selbst Leute vom Fach nicht. Es kam auch nur raus, weil das Kind Internet brauchte und wir dafür ein klitzekleines Stück der Innenverkleidung aufschneiden mussten, damit der Stecker der Starlink-Antenne durch das Loch der alten Radioantenne passt. Und dann kam uns schwarzer Modder entgegen
. Eine Sanierung war nicht mehr sinnvoll, weil selbst das tragende Holz morsch und die Außenhülle aus Aluminium auch schon porös war. Haben dann auf dem Campingplatz einen andern Platz mit Wohnwagen übernommen und diesen Klo-Griff schlussendlich bis zum Saisonende leer gemacht. Natürlich haben wir vom Verkäufer gerade mal 10% zurück bekommen. Arschmade
. Nächstes Jahr kümmern wir uns dann richtig um unseren jetzigen Platz. So dann hatte ich ja im Dezember 25 eine bariatrische OP. Mein Magen wurde zu einem Schlauchmagen umgewandelt. Das war nötig, damit ich wieder arbeitsfähig werde und es war in der Hinsicht der richtige Weg. Denn meine Beschwerden wurden immer weniger. Als erstes war es die Psyche, dann mein Blutdruck und dann auch schon sehr schnell die Schmerzen im Rücken. Die OP hatte ich hauptsächlich wegen des Rückens gemacht, um eine Wirbelsäulen-OP zu umgehen, was mit meinem Übergewicht ja eh ein Risiko gewesen wäre. Ich hatte einen BMI von 47
. Als ich dann so annähernd 40 Kilo weg hatte, fing mein Rücken wieder an zu zicken und dann bekam ich auch noch Taubheit im rechten und einen Dauerschmerz im linken Bein
. Nun denn, das MRT hat es dann bestätigt, der Wirbel, der schon seit meiner Jugend am gleiten war, hat den neuen Freiraum genutzt um noch weiter zugleiten. Vorher war es das Gewicht, was ihn bewegt hat und dann das fehlende Fett. 
So wurde ich jetzt Mitte September am Rücken operiert, der Wirbel wurde wieder in Position gezogen und mit dem da drunter versteift. OP lief super, ich brauchte recht schnell nach dem KH kein Hydromorphon mehr und ich konnte wieder schmerzfrei laufen.
Letztes Wochenende bekam ich jedoch einen brennenden Schmerz rund um die Wunde. Ich dachte erst, es wäre von zu viel Aktivität, doch aus einer kleinen offenen Stelle an der Narbe (der Rest war wirklich wunderschön verwachsen) suppte eine hellbraune Brühe. Ich also Montag zum Arzt - Vorführeffekt: Wunde war trocken. Neues Pflaster sollte ich bis Mittwoch drauf lassen. Doch mussten wir es bereits Dienstag Abend wechseln, da es komplett durchgesuppt war. Ich habe dann meinem Arzt via WhatsApp die Fotos von Pflaster und der Wunde geschickt. Es dauerte nicht lange und ich bekam die Antwort, dass ich nächsten morgen bei ihm in der Praxis in Lübeck sein solle (diese wird gerade umgebaut, deshalb habe ich seine private Nummer). Keine Stunde später kam eine Sprachnachricht hinterher, dass ich vorsichtshalber eine Tasche fürs Krankenhaus mitbringen soll.
Am Mittwoch hat er dann nur auf das Pflaster geschaut, doch nur ein neues drüber geklebt, damit ich trocken im 40 km entfernten Krankenhaus hier in Neustadt in Holstein ankomme
. Gesagt getan, im KH eingecheckt, Blut gezapft, Panik ausgelöst, weil mein Kreislauf ständig zusammenkrachte und mein Blut extrem hohe Entzündungswerte hatte
. Erst hatten sie noch überlegt, mich noch in der Nacht zu operieren, doch mein Doc kam noch mal aus Lübeck hier hoch, hat sich die MRT Bilder angeschaut und es beim OP-Termin gestern früh um 8 Uhr belassen. Jetzt liege ich hier im KH, meine OP-Wunde ist offen, in ihr steckt ein Schwamm und eine Vakuumpumpe zieht die ganze Zeit anfallende Flüssigkeit raus. Montag wird der Schwamm in einer neuen OP gewechselt und Donnerstag wird in einer letzten OP alles wieder ordentlich vernäht - hoffentlich.So und zu all diesem Schlamassel liegt meine Mutter seit Mitte August im Hospiz
. Seit Dienstag ist sie sediert, weil sie nicht mehr konnte, aber ihr Körper oder ihr Geist nicht loslassen wollen. Gut dass sie meine Notfalleinweisung ins Krankenhaus nicht mehr mitbekommen hat. Allerdings bin ich mir nicht sicher, denn Mittwoch waren ihre Vitalwerte sehr schlecht, da wo es mir auch so schlecht ging. Und gestern hat sich die Situation wieder entspannt. Wahrscheinlich gibt es ein Band zwischen Mutter und Kind, welches keine Klinge zerschneiden kann. Ich hoffe nur, sie lässt jetzt endlich los und wartet nicht noch, bis ich aus dem KH komme. Klar, würde ich sie gern noch einmal sehen, wenn sie sich auf ihre letzte Reise begibt, aber nun ist das so. 
Meinen Job habe ich wegen der ganzen Umstände am letzten Tag der Probezeit auch verloren, aber dass hat mir in dem ganzen Stress eher eine Last genommen und ich kann mich entspannt auf meine Genesung konzentrieren.
Ich muss gestehen, ich freue mich auf Silvester, dann lasse ich dieses Jahr, was so positiv begann einfach hinter mir und starte 2027 wieder durch. Also wenn ich dann irgendwann nicht mehr im Spiel auftauche, dann habe ich wieder einen Job.
Sorry fürs zutexten, aber vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen.
Liebe Grüße aus dem Krankenhausbett in Neustadt in Holstein.
Lachliesl